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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 91 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.

Viola guestphalica (Violettes Galmei-Stiefmütterchen)

Viola guestphalica

© W. Lobin, BG Bonn
Der hochauflösende Download ist unter einer Creative Commons Namensnennung zur nicht-kommerziellen Nutzung verfügbar.

Biologie

ArtViola guestphalica
Verbreitungmitteleuropäisch-endemisch, Arealanteil Deutschlands 100% (endemisch), weltweit nur ein einziges Vorkommen in Nordrhein-Westfalen (floraweb.de 2011, Beinlich & Köble 2007)
Verbreitungskartefloraweb.de (2012)
Höhenverbreitungca. 400 m ü. NN (Beinlich & Köble 2007)
Natürlicher StandortTrocken- und Halbtrockenrasen (Hauptvorkommen) (floraweb.de 2011); auf Schwermetallböden (Jäger 2011); schwermetallbelastete Magerrasen (Galmei-Rasen) und Feuchtwiesen (Beinlich & Köble 2007)
MykorrhizierungDie Kolonisierung mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ist mit dem Schwermetallgehalt der Standorte korreliert (Hildebrandt et al. 1999)
Beschreibung der PflanzeÄhnl. Viola calaminaria, aber Blüten purpurviolett bis blau (floraweb.de 2011, Beinlich & Köble 2007)
LebensformHemikryptophyt (floraweb.de 2011)
Lebensdauerausdauernd (plurienn-pollakanth) (biolflor.de 2011)); kurzlebig (Herr Forst, BG Münster)
Samenbankkeine Angabe
BlütezeitEnde Erstfrühling (floraweb.de 2011); Mai-Oktober (biolflor.de 2011)
Bestäubung durchSelbstbestäubung, Insektenbestäubung durch Bienen (biolflor.de 2011)
Kompatibilitätselbstkompatibel (biolflor.de 2011)
Blütenbiologiealle Blüten zwittrig (hermaphroditisch), Blüten gleichzeitig männlich und weiblich (homogam), Bienenblüten (biolflor.de 2011); sexuelle Samenproduktion, da keine Apomikten in Gattung bekannt (biolflor.de 2011)
Ploidie2n=52, tetraploid (biolflor.de 2011)
FruchtKapsel (biolflor.de 2011)
Samenreifekeine Angabe
Samengröße1,0 x 1,9 x 1,0 mm (biolflor.de 2011)
Samengewicht0,6 mg (biolflor.de 2011)
SamenmorphologieSamen der Gattung Viola oft mit Caruncula und fleischigem Elaiosom (abhängig von Ausbreitungsstrategie) (Beattie & Lyons 1975); nicht heteromorph (biolflor.de 2011)
Samenausbreitungin der Gattung Viola dominieren 2 Ausbreitungsstrategien: zum Einen vollständig mymecochor und zum Anderen Ameisenausbreitung in Kombination mit Selbstausbreitung (Diplochorie) (Beattie & Lyons 1975); keine artspezifischen Angaben verfügbar
Reproduktiongenerativ (biolflor.de 2011); sexuelle Fortpflanzung problematisch, vermutlich wegen instabilem Genotyp (Siuta et al. 2005).
Gefährdungweltweit gefährdet (floraweb.de 2011)
Rote Liste DeutschlandR (extrem selten) (floraweb.de 2011)
GefährdungsursachenVerbuschung (wikipedia.de 2012)
PflegemaßnahmenMähen (wikipedia.de 2012)
Schutzstatusbesonders geschützt (floraweb.de 2011)
VerantwortlichkeitDeutschland hat besonders hohe Verantwortlichkeit (floraweb.de 2011)
Sonstigeserst 1986 als eigenständige Art erkannt (Beinlich & Köble 2007)

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Kulturansprüche

ArtViola guestphalica
Kulturaufwändig
Wasserbedarf:gering (BG Bonn: A. Krämer)
Nässeempfindlichkeit:hoch (BG Bonn: A. Krämer)
Dürreempfindlichkeit:gering (BG Bonn: A. Krämer)
pH-Spezifik:leicht sauer (BG Bonn: A. Krämer)
Substratspezifik:stickstoffarm, leicht saure Böden (BG Bonn: A. Krämer)
Nährstoffbedarf:gering, Praxiserde: Kompost, Sand, Lavalit 1:1:1 (BG Bonn: A. Krämer)
Nährstoffempfindlichkeit:stickstoffarm, leicht saure Böden (BG Bonn: A. Krämer)
Temperaturansprüche:frosthart (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung); sonnig, nicht verbuschte Wiesen (BG Bonn: A. Krämer)
Lichtbedarf:volle Sonne (BG Bonn: A. Krämer)
Schädlingsprobleme:gegen Blattläuse, Rote Spinnmilbe, Veilchen-Blattrollmücke, Mosaik-Viren, Rost, Echten Mehltau und Schneckenfraß anfällig (Brickell 2000, Angaben nur zur Gattung); Schnecken (BG Bonn: A. Krämer)
Vermehrung durch:Aussaat (BG Bonn: A. Krämer)
Keimungsansprüche:Kalt- & Dunkelkeimer, Saatgut direkt nach Ernte kühl lagern (BG Bonn: A. Krämer)
Keimungszeit:Nach Kühlphase bei 4°C, 2-3 Wochen (BG Bonn: A. Krämer)
Hybridisiert mit:leicht mit anderen Veilchen (Herr Forst, BG Münster)
Kritische Lebensphasen:in der Anzucht auf Schneckenbefall achten (BG Bonn: A. Krämer)
Sonstiges-

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Haltende Gärten / Einrichtungen

1.) Botanische Gärten Bonn

IPEN Level Zugang Herkunft Wiederansiedlung Web Bem.
DE-0-BONN-3227322011Nordrhein-Westfalen, Kreis Paderborn, Bleikuhle bei Blankenrode-Lichtenau

2.) Botanischer Garten der Universität Münster

IPEN Level Zugang Herkunft Wiederansiedlung Web Bem.
DE-0-MSTR-1737622001Nordrhein-Westfalen, Marsberg

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Online: http://www.ex-situ-erhaltung.de/pflanzenarten/v/viola-guestphalica/ [Datum: 24.06.2018]
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