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Hier finden Sie Erhaltungskulturen von 600 Arten in über 3.000 Akzessionen. Zu den 91 fett gedruckten Arten informieren wir ausführlich über Biologie, Kulturansprüche, haltende Gärten/Einrichtungen und Wiederansiedlungen.

Chondrilla chondrilloides (Alpen-Knorpellattich)

Chondrilla chondrilloides

© A. Gröger, BG München
Der hochauflösende Download ist unter einer Creative Commons Namensnennung zur nicht-kommerziellen Nutzung verfügbar.

Biologie

ArtChondrilla chondrilloides
VerbreitungEuropa (endemisch) (biolflor.de 2011); Alpen, Italien, Korsika (Global Compositae Checklist 2012, Cichorieae Portal 2012)
VerbreitungskarteEuropa: Global Compositae Checklist, Cichorieae Portal
Höhenverbreitungmontan bis subalpin, bis 1100 m (Oberdorfer 1990)
Natürlicher Standortin offenen Schotterfluren der Alpenflüsse, auf sickerfrischen, wechseltrockenen, kalkreichen, humus- und feinerdearmen Kies- und Sandböden, Rohbodenpionier (Oberdorfer 1990)
Mykorrhizierungkeine Angabe
Wuchsform15-45 cm, Stg im oberen Teil gabelästig, kahl, Grundblätter lanzettl., ungeteilt, ganzrandig od. entfernt gezähnt (zur Blütezeit grün), Stgblätter kleiner, lineal lanzettl., Köpfchen in endstdger Doldenrispe, Hülle weiß hautrandig, Früchte geschnäbelt, mit kleinen hellen Schuppen an der Spitze, Pappus einfach (floraweb.de 2011)
LebensformHemikryptophyt, überwinternd grün (floraweb.de 2011)
Lebensdauerausdauernd (plurienn-pollakanth) (biolflor.de 2011)
Samenbankkeine Angabe
BlütezeitJuli-August (biolflor.de 2011)
Bestäubung durchInsekten (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Kompatibilitätkeine Angabe
Blütenbiologiealle Blüten zwittrig (hermaphroditisch), Blüten sind zuerst männlich, später weiblich (proterandrisch) (biolflor.de 2011)
Ploidie2n=10 (biolflor.de 2011)
FruchtFrucht mit Zusatzbildung (biolflor.de 2011); Achäne (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
SamenreifeAugust/September (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Samengröße9 mm (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Samengewicht0,4 mg (biolflor.de 2011)
SamenmorphologieFrucht mit Schnabel, länglich, manchmal etwas gebogen, an der Basis zusammenlaufend, an der Spitze breit oder etwas verschmälert und in ein kurzes 5-zackiges Krönchen endigend, knapp darunter sind die Rippen mit kurzen Höckern ausgestattet (Tuisl 1966)
SamenausbreitungWind (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Reproduktiongenerativ (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Gefährdungzentral-europaweit stark gefährdet (floraweb.de 2011)
Rote Liste Deutschland2 (stark gefährdet) (floraweb.de 2011)
GefährdungsursachenVerbauung der Wildflüsse, mangelndes Geschiebe (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Pflegemaßnahmenkeine Angabe
Schutzstatusnicht besonders geschützt (floraweb.de 2011)
VerantwortlichkeitDeutschland ist stark verantwortlich (nach Rote Liste 1996) (floraweb.de 2011)
Sonstiges-

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Kulturansprüche

ArtChondrilla chondrilloides
Kulturaufwändig
Wasserbedarf:hoher Wasserbedarf bei guter Drainage (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke); trockene bis wechselfrische Böden (T. Kaiser 2007)
Nässeempfindlichkeit:benötigt einen gut wasserdurchlässigen Boden (PFAF 2012 2012); verträgt keine Staunässe (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Dürreempfindlichkeit:als Keimling hoch, als ausgewachsene Pflanze weniger gefährdet (Pfahlwurzel) (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke); ist an zeitweilige Austrocknung angepasst (Verein Naturpark Tiroler Lech 2012)
pH-Spezifik:kalkliebend (PFAF 2012); kalkhaltig (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke); immer basenangereicherte Kies-, Sand- und Schotterböden (T. Kaiser 2007)
Substratspezifik:Aussaat auf grobem Sand, Pikieren nach 1 Jahr, Auspflanzen in 1/2 Grobkies, 1/2 Schlämmsand (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke); Kies-, Sand- und Schotterböden (T. Kaiser, 2007)
Nährstoffbedarf:nährstoffärmere Böden (T. Kaiser, 2007)
Nährstoffempfindlichkeit:mager halten (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Temperaturansprüche:tolerant (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Lichtbedarf:sonnig (PFAF 2012); sehr hoch (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke); bei starker Besonnung (T. Kaiser 2007)
Schädlingsprobleme:in Kultur anfällig für Dickmaulrüssler, Amseln können schaden (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Vermehrung durch:Samen unproblematisch, Teilung sehr heikel (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Keimungsansprüche:Lichtkeimer, also nicht abdecken (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Keimungszeit:1 Woche nach Aussaat, hohe Keimrate (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Hybridisiert mit:kein Naturhybrid mit Ch. juncea bekannt, da Areale voneinander getrennt, wird im Garten dennoch besser getrennt gehalten (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Kritische Lebensphasen:im ersten Winter nach dem Auspflanzen benötigen Jungpflanzen einen Schutz gegen Hochfrieren (mit Reisig schützen) - Pfahlwurzel noch zu wenig entwickelt (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)
Sonstigeskonkurrenzempfindlich, Samen im fruchtenden Kopf vorreif ernten und nachreifen lassen, Schutz gegen Amseln (BG München-Nymphenburg: A. Gröger & H.-J. Götzke)

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Haltende Gärten / Einrichtungen

1.) Botanischer Garten München-Nymphenburg

IPEN Level Zugang Herkunft Wiederansiedlung Web Bem.
DE-0-M-2009/238312009Bayern, Oberbayern, Garmisch-Partenkirchen, Friedergries

2.) Botanischer Garten der Universität Regensburg

IPEN Level Zugang Herkunft Wiederansiedlung Web Bem.
k.A.12014Bayern, Garmisch-Patenkirchen, Friedergries

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Online: http://www.ex-situ-erhaltung.de/pflanzenarten/c/chondrilla-chondrilloides/ [Datum: 23.09.2018]
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