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#1 Re: Ex-Situ-Erhaltung » Wiederansiedlung » 13.08.2012 18:16

Im folgenden eine Zusammenfassung über die Wiederansiedelung von
Lungenenzian auf einem Standort im Havelland:

Flächengröße ca. 1 ha, magerer Bereich mit Lungenenzian und Orchideen (D. majalis) < 5000 m²; bis 2006 wurde eine Mahd pro Jahr durchgeführt, zu diesem Zeitpunkt dominieren bereits die Hochstauden; 2006 waren ca. 350 Sprossachsen mit Blüten (ca . 100 Pflanzen) vorhanden, 2006 wurde Samen entnommen und die Erhaltungskultur begonnen; seit 2007 blühen nur wenige Altpflanzen; bis Anfang August 2012 waren noch keine blühenden Altpflanzen vorhanden

2011 wurden 26 mehrjährige zuzüglich einjährige Pflanzen aus der Erhaltungskultur gepflanzt; 2012 wurden 17 Pflanzen aus der Erhaltungskultur gepflanzt; bis Mai 2012 sehr gutes Wachstum, ab Juni starker Verbiss durch Nacktschnecken; bis August 2012 waren nur 5 blühende Pflanzen aus der Anpflanzung vorhanden, in der ex-situ Erhaltungskultur gibt es dagegen keine Verluste; seit 2007 werden Teilbereiche bis zu 3x im Jahr gemäht, Mahdbeginn ist dabei Anfang Mai, im Ergebnis konnten die Hochstauden zurück gedrängt werden, der Orchideenbestand erhöhte sich von ca. 150 (Anfang 2000) auf 1280 blühende Exemplare in 2012.

Gibt es weitere Erfahrungen mit Lungenenzian, insbesondere im Zusammenhang mit Schneckenfrass?

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